Lieferung innerhalb von 3-5 Tagen.

Live-Support-Chat Mehr erfahren

Ansitz-Fotografie mit dem Lion Rock Gimbal L

Ansitz-Fotografie mit dem Lion Rock Gimbal L

Anna MĂŒnzebrock |

In einer Kooperation mit Rollei hatte Fotograf Daniel Spohn die Möglichkeit, den Stativkopf Lion Rock Gimbal L in der Praxis zu testen. In diesem Beitrag können Sie erfahren, wie der Fotograf bei seiner Arbeit vorging und welche Erfahrungen er mit dem Lion Rock Stativkopf sammeln konnte.

Rollei Naturfotografie Lion Rock Gimbal

“Platsch! – Irgendetwas ist direkt neben meinem Tarnversteck ins Wasser gefallen, getaucht, gesprungen.” Aus dem schmalen Beobachtungsfenster konnte der Fotograf nur langsam die sich in sein Sichtfeld schiebenden konzentrischen Wellenbewegungen auf der WasseroberflĂ€che erkennen. Bis auf ein paar zwitschernde Vögel hoch oben in den BĂ€umen war es völlig still am langsam dahin fließenden Bachlauf. „Sein“ Vogel hatte sich noch nicht blicken lassen: Der Eisvogel, das Juwel der LĂŒfte. Dieser Evergreen der Wildlife-Fotografie war in letzter Zeit zumeist sehr selten zu sehen.

Eine ausfĂŒhrliche Vorbereitung fĂŒhrt zum Ziel

„Die Wildlife-Fotografie gehört, je nach anvisierter Tierart, sicherlich zu den aufwĂ€ndigsten Sparten der Fotografie.“, so Daniel Spohn. Damit er Tiere in freier Wildbahn in brauchbarer Distanz vor die Kamera bekomme, recherchiere er ausgiebig die LebensraumansprĂŒche und die meist saisonalen Unterschiede im Verhalten der Tiere.

Unter anderem informiert er sich dabei ĂŒber Fragen wie beispielsweise:

  • Welche GewĂ€sserstrukturen bevorzugt der Eisvogel?
  • Wann fĂŒttert der Wiedehopf seine Jungen und wie sieht ein typischer Brutplatz aus?
  • Gibt es Stellen im Wald, an denen der BraunbĂ€r im SpĂ€tsommer regelmĂ€ĂŸig nach Futter sucht?

Ob Fachliteratur, Online-Recherche oder der Erfahrungsaustausch mit anderen Fotokollegen oder Biologen: Quellen gebe es aus Sicht des Fotografen viele. Dies sei zwar sehr zeitaufwendig, aber letztendlich auch der SchlĂŒssel zum Erfolg. NatĂŒrlich gibt es die einmaligen Zufallsbegegnungen, in denen tolle Fotos gelingen können. Aber nur darauf zu vertrauen, sei aus Erfahrung von Spohn langfristig zermĂŒrbend. „Auch gibt es in Europa nur wenige PlĂ€tze, an denen einzelne Wildtierarten durch die regelmĂ€ĂŸigen, menschlichen AktivitĂ€ten ihre Scheu etwas abgelegt haben, sodass Pirschen zu brauchbaren Ergebnissen fĂŒhrt.“

Naturfotografie Rollei Lion Rock Gimbal L

Meist sei der Ansitz in Tarnverstecken die bessere Alternative, zumal er auf diese Weise den Alltag der Tiere nicht beeinflusse und Zeuge von absolut natĂŒrlichem Verhalten werde. Als Fotograf sei man nur zu Gast im Lebensraum der Wildtiere und dĂŒrfe ihnen in ihren wenigen verbliebenen Habitaten nicht auch noch auf die Pelle rĂŒcken. Neben naturschutzrechtlichen Aspekten spiele bei der Auswahl geeigneter Locations fĂŒr die Ansitz-Fotografie das zentrale Thema der Fotografie natĂŒrlich immer auch eine Rolle: das Licht. Zu wenig, zu hart, aus der falschen Richtung, an der falschen Stelle. Doch all die theoretischen Vorbereitungen des Fotografen und seine Beobachtungs-Touren mit Fernglas statt Kamera und die zahllosen, vergeblichen Probeansitze verblassen in dem Moment, in dem alles passt: Das Tier zeigt sich mit seinem natĂŒrlichen Verhalten in brauchbarer Foto-Distanz. Das Licht der gesamten Szene ist nahezu perfekt. Es seien genau diese Momente, die den Fotografen sĂŒchtig machen und die jeden Aufwand wert sind.

Die meiste Arbeit bei der Wildlife-Fotografie investiere Daniel Spohn vor dem eigentlichen Akt des Fotografierens. Wenn es dann soweit ist und das gewĂŒnschte Motiv sich zeigt, dann dĂŒrfe ihn nichts mehr aufhalten. Die verwendete Technik und AusrĂŒstung sollen fĂŒr ihn diesen oft flĂŒchtigen Moment bestmöglich unterstĂŒtzen und keinesfalls ausbremsen.

Eine Hauptaufgabe komme dabei der Montage der Kamera zu, denn bis zu diesem Moment – egal ob nach 20 Minuten oder nach 4 Stunden – könne man die Kamera-Objektiv-Kombination unmöglich völlig still in der Hand halten. Zu einem mobilen Tarnzelt oder einer AnsitzhĂŒtte kommen neben Hocker, Sitzkissen und ausreichend Akkus auch ein stabiles Stativ zum Einsatz. Da der Fotograf nie wissen könne, wann es soweit ist, sollte die Kamera jederzeit schwenkbar und komplett bedienbar sein. Weswegen herkömmliche Kugelköpfe aus seiner Sichtweise eher ungeeignet seien. FĂŒr ihn fĂŒhre daher kein Weg an einem Gimbalkopf wie dem „Lion Rock Gimbalkopf L“ vorbei. Komplett ausbalanciert und jederzeit feinfĂŒhlig schwenkbar wartet die Kamera gemeinsam mit dem Fotograf auf den perfekten Moment.

Naturfotografie Rollei Lion Rock Gimbal L

Die Vorteile eines Gimbal-Stativkopfes

Wenn sich sein Motiv plötzlich vor der Linse zeige, gehe der Puls schneller. Wenn Spohn den Lohn fĂŒrs Ausharren im Tarnversteck endlich auf die Speicherkarte schreiben möchte, dann möchte er nicht erst versuchen, Kamera und Objektiv mit einer Hand zu stabilisieren. Zur selben Zeit mit der anderen Hand den Kugelkopf zu lösen und umzugreifen, um die Kamera zu bedienen beziehungsweise auslösen zu können. Wertvolle Zeit, die verstreiche, die man als Fotograf in diesem Moment oft nicht habe und wĂ€hrend der die Tarnung auffliegen und das Motiv flĂŒchten könnte, bevor man mit der Hand am Auslöser war. Die zuerst etwas gewöhnungsbedĂŒrftig starke DĂ€mpfung beider Drehachsen des Lion Rock Gimbal L helfe Daniel Spohn in diesem kritischen Moment zusĂ€tzlich, um Ruhe zu bewahren und nicht mit hektischen Bewegungen des Objektivs die Tiere zu verscheuchen. FĂŒr Filmaufnahmen sei diese DĂ€mpfung aus der Sicht von Spohn ohnehin bestens geeignet, um extrem weiche Kamerafahrten zu ermöglichen.

Damit der Gimbal Spohn zufriedenstellend in jeder Position und Perspektive unterstĂŒtze, mĂŒsse er fĂŒr die montierte Kamera-Objektiv-Kombination austariert werden. Die breite Arca-Swiss Klemme mit Sicherheitsverschluss des Lion Rock Gimbal L ermögliche die sichere und ausbalancierte Befestigung des Objektivs, um ein Kippen nach vorne oder nach hinten zu vermeiden. Damit das System in Ruheposition nicht immer in der waagerechten Position verharrt, sei es wichtig, auch die relative Höhe zur vertikalen Drehachse des Gimbals mit Hilfe des Schlittens korrekt einzustellen.

So könne Daniel Spohn in jeder Position die Kamera loslassen und sie an exakt dieser Stelle ruhen lassen, ohne dass die FeststellrĂ€dchen der Drehachsen des Gimbals zugedreht werden mĂŒssen. Nur so mache in den Augen des Fotografen die Nutzung eines Gimbalkopfs Sinn und halte die Kamera jederzeit einsatzbereit, egal welches Systemgewicht montiert sei.

Rollei Lion Rock Gimbal L

Meist tauche das Motiv schließlich nicht genau an der Stelle auf, an der es sich der Fotograf erhofft hatte. Im Anschluss an die Feinpositionierung fĂŒr einen perfekten Bildaufbau könne er den Eisvogel auf dem Ast oder die Verfolgung des BĂ€ren zwischen den BĂ€umen mit dem Gimbal völlig mĂŒhelos und absolut lautlos in fließenden Bewegungen folgen. Er könne sich dadurch völlig auf sein Motiv und die Bedienung der Kamera konzentrieren, um den perfekten Moment einzufangen, auf den alle Vorbereitung abgezielt habe.

Naturfotografie Rollei Lion Rock Gimbal L

Brennweite Blende ISO Belichtung
800 mm F/5.6 640 1/500

Das Fazit des Natur-Fotografen

Da der austarierte Gimbal nie festgestellt werden muss, mache es fĂŒr Spohn keinen Unterschied, ob er den Gimbalarm rechts oder links von der Kamera montiere. Er mĂŒsse die Kamera nicht mit der rechten Hand festhalten, wĂ€hrend er mit der linken Hand die FeststelrĂ€dchen des Gimbals löse oder festdrehe, denn diese bleiben ja immer offen. Aus zwei GrĂŒnden entscheide er sich aber immer fĂŒr die Position rechts von der Kamera. Und zwar blockiere der Gimbal auf diese Weise nicht sein Sichtfeld links an der Kamera vorbei. Er könne mit einer leichten seitlichen Kopfbewegung bequem links an der Kamera vorbei nach vorne blicken und gleichzeitig seine Hand am Griff der Kamera lassen. Der Blickwechsel zwischen Umgebung und Sucher sei so laut Spohn viel schneller möglich als mit einem auf der linken Seite montierten Gimbal. Zum anderen verdecke der Gimbal auf der rechten Seite auch die Bewegung seiner Hand zum Griff der Kamera etwas. Insbesondere, wenn er in einem Tarnversteck mit grĂ¶ĂŸeren Beobachtungsöffnungen oder mit nur einem Tarnanzug im Freien sitze. So könnte im Anschluss dieser Bewegung der Hand zur Kamera das Tier irritiert werden und aufschrecken, bevor ĂŒberhaupt ein Bild gemacht werden könne.

Vor allem Vögel haben einen ausgezeichneten und auf Bewegungen optimierten Sehsinn, der jede noch so subtile Bewegung enttarnen könne. Je nachdem, wie lange ein Ansitz dauert, sei es sowieso nicht möglich, permanent die Hand an der Kamera zu belassen. Diese Körperhaltung sei schnell unbequem und die Gefahr zu groß, dass die ganze Zeit die Kamera leicht hin und her bewegt werden wĂŒrde. Oder gar aus Langeweile mit der Kamera die Umgebung abgescannt und durch diese Bewegung dem Tier unbewusst die Tarnung verraten wĂŒrde. Wildtiere beobachten sehr genau, was sich in ihrer Umgebung tut und ob sie sich gefahrlos nĂ€hern können. Auch der BraunbĂ€r, der nicht ĂŒber den allerbesten Sehsinn verfĂŒge, beobachte sehr genau das Verhalten der Vögel im Wald, um von deren ausgezeichnetem Sehsinn als FrĂŒhwarnsystem zu profitieren. Beim Ansitz sei das Wichtigste, dass man ruhig und bequem abwarte, bis die anvisierte Zielart sich zeige. „Deswegen HĂ€nde weg von der Kamera, die Arbeit den Gimbal machen lassen. Mit dem Lion Rock Gimbal L ist eure Kamera in besten HĂ€nden.”, so Daniel Spohn in seinem abschließenden Fazit ĂŒber den Lion Rock Gimbalkopf.

Naturfotografie Rollei Lion Rock Gimbal L

Brennweite Blende ISO Belichtung
400 mm F/2.8 3200 1/2000

Auch Sie haben spannende Momente aus der Landschafts- und Tierfotografie festhalten können? Dann markieren Sie uns gerne auf Ihren Facebook- und Instagram-Bildern. Wir sind gespannt Ihre Ergebnisse zu sehen.


Mehr von Daniel Spohn

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden mĂŒssen.