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Faszination Island: Die besten Locations für Filter-Fotografen?

Faszination Island: Die besten Locations für Filter-Fotografen?

Anna Münzebrock |

Was zunächst als ein Hobby begann, ist nun sein Beruf. Fotograf Michael Kuschei ist in vielen Bereichen der Fotografie tätig. Bei seiner Reise nach Island hielt er die Landschaft auf faszinierenden Bildern fest. In seinem Gepäck hatte er neben seiner Canon EOS 5D Mark III das F:X Pro Rundfilter-Set sowie das C6i Carbon Reisestativ. In diesem Beitrag erzählt er aus eigener Sicht alles über die Reise, traumhafter Fotospots und seine Erfahrungen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Die Reise nach Island in Zeiten von Corona!

Das erste Mal, dass ich in Island war, war im September 2016. Damals war ich knapp 10 Tage dort, so auch dieses Mal, und die Faszination für dieses Land reißt bei mir nicht ab. Seitdem der Vulkan in Island ausgebrochen ist, lag die Insel wieder bevorzugt auf der Planungsliste für kommende Reisen. Jedoch lagen der Reise durch das Coronavirus sehr viele Steine im Weg. Eine fünftägige Quarantäne in einem Hotel wäre einfach ein zu großer Kosten- und Zeitfaktor gewesen. Diese Quarantänezeit konnte man nur durch eine Impfung oder eine überstandene Krankheit umgehen.

Da eine solche Reise nie alleine gemacht werden sollte, wenn man die Erfahrungen teilen möchte, suchte ich mir mein Team zusammen. Was sich aufgrund der Anforderungen ebenfalls eher schwierig gestaltete. Ein Fotografen-Kollege hatte in der Zwischenzeit eine Impfung gegen das Virus erhalten, welche nur eine Impfdosis benötigte. Ein weiterer Kollege konnte uns aufgrund eines positiven Antikörpertests als Genesener ebenfalls begleiten.

So starteten wir zu dritt die Reise und am ersten Tag wollten wir unbedingt das feurige Naturwunder bestaunen. Da wir eine sehr lange Anreise hatten, ging es nach einer kurzen Pause los Richtung Vulkan. Bereits am Parkplatz angekommen, konnten wir einfach der Pilgerstraße zum Naturschauspiel folgen. Nach ein paar Minuten am Weg konnten wir eine Rauchsäule erkennen, die glühend rot und orange erleuchtet wurde. Je dichter wir kamen, desto größer die Spannung. Ein weites Tal lag dann vor uns. Gefüllt mit schwarzer und rot glühender Lava. Am Horizont war ein riesiger feuerspuckender Berg zu sehen. Zuerst erkundeten wir die frische Lava, die aus dem Lavafeld gedrückt wurde. Eine unvergleichbare Hitze kam uns entgegen. Es war noch heißer und intensiver als alles andere, dass ich bis jetzt erlebt habe. Was ich bis zu diesem Moment nicht wusste, war, dass erstarrte Lava und auch flüssige Lava sich konstant bewegen. Das Geräusch, das diese Art von Bewegung von sich gibt, könnte man mit Glasscherben vergleichen, die hin und her geschoben werden.

Filterfotografie Vulkan Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit
25 mm F/9 100 13 Sekunden


Nachdem wir erste Eindrücke am Lavafeld gesammelt hatten, gingen wir den Berg weiter hoch, um zur Aussicht auf den Vulkan zu gelangen. Wenn man direkt vor dem Vulkan steht, kommt man sich winzig vor. Der Krater des Vulkans selbst dürfte in etwa so groß wie ein ganzes Fußballfeld gewesen sein. Alle paar Minuten schoss aus dem Vulkan eine riesige Lavafontäne. Obwohl wir einige hunderte Meter davon entfernt waren, konnten wir dennoch die Hitze spüren. Dem Lava-Feuerwerk folgte dann immer gleich eine Flutwelle an Lava. Dies wollte ich mit dem F:X Pro Filter 82 mm ND64 in einer Langzeitbelichtung festhalten. Ich dachte an das seidige Wasser eines Flusses bei ähnlichen Aufnahmen.

Da der Vulkan eine Wolke um sich selbst bildete, war uns trotz der Dauer, die wir dort verbrachten, nicht möglich, den Sonnenauf- oder Untergang zu verfolgen.

Filterfotografie Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit
34 mm F/9 100 20 Sekunden


Seidige Wasserfälle und kristallklare Eisberge

Unsere Reise ging dann weiter, vorbei am Seljalandsfoss, Gljúfrabúi und Gluggafoss zum Skógafoss. Letzteres ist einer der größten Wasserfälle Islands und beeindruckt mit seinem Wasservorhang. Entlang des Flusses ließen sich kleine windgeschützte Lacken finden, in dem sich der Wasserfall spiegelte. Wenn man das Stativ geschickt platzieren konnte, kann man so eine schöne Langzeitbelichtung mit dem F:X Pro Filter 82 mm ND1000 und dem ND64 einfangen.

Filterfotografie Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit
16 mm F/3.2 100 5 Sekunden

Durch eine sich ständig verändernde Landschaft, vorbei am Fjaðrárgljúfur, einer sehr schönen Schlucht, die im grün des Mooses erstrahlt, fuhren wir in Richtung Skaftafell-Nationalpark weiter. Dort machten wir eine kleine Wanderung zum Svartifoss. Dieser Wasserfall zeichnet sich durch die besonderen Felsstrukturen aus, durch die er fließt. Entstanden ist diese durch langsam abkühlende Lava.

Filterfotografie Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit Max. Blende
22 mm F/2.8 100 4 Sekunden 3


Weiter an der N1 kamen wir man direkt an der Jökulsárlón Glacier Lagoon vorbei. Dort packten wir unsere aufblasbaren Stand Up Paddeling Boards aus und paddelten direkt an den riesigen, schwimmenden Eisbergen vorbei. Nachdem wir vollkommen durchnässt waren, gönnten wir uns eine Pause am anliegenden schwarzen Strand. Dieser schien auf den ersten Blick mit zahlreichen Diamanten geschmückt zu sein. Doch je näher man kam, fiel einem auf, dass es lauter kleine Eisberge waren, die das Meer vor sich am Strand trieben. Diese Kristalle boten mit dem strömenden Wasser auch ein tolles Motiv, das besonders mit einer längeren Belichtung und dem F:X Pro Filter 82 mm ND1000 zur Geltung kam. Im zweiten Bild wurde zusätzlich der F:X Pro 82 mm ND8 verwendet.

Filterfotografie Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit
24 mm F/9 100 1,3 Sekunden

Filterfotografie Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit Max. Blende
70 mm F/3.2 100 2 Sekunden 3


Klare Sicht mit den F:X Pro ND- und Polarisationsfilter F:X Pro CPL

Danach fuhren wir weiter nach Stokksnes, wo der schwarze Sandstrand auf schroffes Gebirge traf. Eigentlich hätten wir dort wieder einen Sonnenuntergang angestrebt, wurden aber mit Wolken, die in den Bergen verharrten, enttäuscht. Dennoch konnte ich mit dem F:X Pro CPL ein paar Kontraste noch stärker herausheben.

Rollei Filterfotografie auf Island

Brennweite Blende ISO Belichtungszeit Max. Blende
16 mm F/2.8 100 1/1250 Sekunden 3


In Island gibt es eine Vielzahl an Wasserfällen. Jeder einzelne ist einen Blick wert. Unsere Route führte weiter durch zahlreiche Fjorde, steinige Bergstraßen und Wasserfälle. Durch die vulkanische Landschaft von Myvaten hindurch kamen wir dann am Aldeyjarfoss an. Ein Wasserfall, der durch seine besonderen Flussverlauf aussieht, als würde er in einen See fließen. Die Zeit spielte auf unserer Reise keine Rolle, denn die Sonne verschwand etwa nur für 3-4 Stunden, ehe sie wieder aufging. Also perfekte Bedingungen und eine ewig lange blaue Stunde zum Fotografieren.

Rollei Filterfotografie auf Island

Den etwa gleichen Weg zurück, wo wir von der Ringstraße N1 zum Aldeyjarfoss abgebogen sind, lag der Goðafoss. Es war bereits 02:00 in der Früh und der Mond ging langsam am Horizont auf. Der Godafoss zeichnet sich durch seinen breiten Verlauf aus und wirkt dadurch gigantisch. Ich versuchte, ein wenig mit dem F:X Pro CPL Rundfilter zu experimentieren und stellte fest, dass sogar mitten in der Nacht noch Spiegelungen im Wasser damit eliminiert werden können.

Nach diesem Wasserfall machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Nordwesten. Da wir nie wirklich in den Genuss einer dunklen Nacht kamen, schliefen zwei von uns, während einer am Steuer saß. Während der Fahrt konnten wir einen ewig langen Sonnenaufgang erleben und einige Motive dabei entdecken. Hier überzeugte der Polarisationsfilter erneut und zeigte seine Stärke, indem er die Farben viel satter wirken ließ. Vor allem bemerkte man die Veränderung im Himmel durch den gesättigten Blauton. Besonders fasziniert mich dieser Filter immer wieder damit, dass er Wolken im Himmel sichtbarer erscheinen lässt.

Rollei Filterfotografie Island

Filterfotografie Island

Am Abend ging es weiter Richtung Westen zum Kirkjufellsfoss. Dort wurden wir endlich einmal mit einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt.

Panorama am Kirkjufellsfoss


Nach dem Kirkjufellsfoss, bei dem ich den F:X Pro Filter 82 mm ND 1000 verwendetet, hatten wir eigentlich schon die Insel umrundet und noch 2 Tage Zeit, bevor wir unseren Rückflug antreten mussten. Ziemlich am Anfang unserer Reise wollten wir die Puffins auf der Insel beobachten und fotografieren. Aufgrund des schlechten Wetters und des starken Windes bekamen wir die Vögel leider nicht zu Gesicht. Deshalb starteten wir an den restlichen Tagen einen neuen Versuch. Am Weg zu den Puffins fuhren wir auch nochmals beim Seljalandsfoss vorbei, den wir anfangs bei der Mittagssonne besuchten. Ich wollte die Chance nutzen und den Wasserfall noch einmal im besseren Licht fotografieren. Uns bat sich ein wunderbarer Sonnenuntergang, der den Wasserfall goldgelb und am Schluss rot färbte. Schnell Stativ und Kamera aufgestellt, sodass es gelang, ein Panorama aus sechs Bildern mit Langzeitbelichtung und dem F:X Pro Filter 82 mm ND64 zu schießen.

Rollei Filterfotografie Island

Rollei Filterfotografie auf Island

Am nächsten Tag kehrten wir auch noch einmal zum Ort der Puffins zurück und konnten somit alle Motive einfangen, die wir uns vorgenommen hatten. Gegen Abend schlug das Wetter wieder um und es wurde regnerisch und stürmisch.

Wir entschlossen uns, dann noch einmal den Vulkan bei widrigsten Bedingungen zu besuchen. Diesmal ohne Kamera, aber dafür mit Regenkleidung. Wir schlossen unseren letzten Tag mit einem kleinen Grillfest über der heißen Lava ab.


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